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Stockumer Wahnsinn

Vor dem letzten Spieltag der Saison 2007/2008 sah die Situation wie folgt aus:

Der TuS hatte in der Vorwoche bei Fichte Hagen nur ein 2:2 erreicht und dabei erst in der 88. Minute den Ausgleich markiert. Neuer Tabellenführer war der FSV Witten, der ETUS Schwerte (schönen Gruß ) mit 3:2 besiegen konnte und nun einen Zähler vor Stockum lag. Der FSV war schon als Aufstiegskandidat in die Saison gegangen und hatte wohl auch einiges investiert um den Aufstieg zu schaffen, schließlich wollte man ja bis 2010 in die Oberliga. Etwas überraschend spielte der TuS allerdings von Anfang an oben mit und hatte teilweise 7 Punkte Vorsprung auf den 2., die  aber durch, teilweise derbe (u.a. zweimal in Folge 0:4 verloren), Klatschen und unnötige Unentschieden wieder zusammenschmolzen.

Am letzten Spieltag trat der TuS gegen den Namensvetter aus Hattingen an (die waren jenseits von gut und böse) , während es der FSV mit dem FSV Gevelsberg zu tun bekam, die unbedingt noch punkten mussten, um nich abzusteigen.

Wir versammelten uns an diesem heißen Sommertag vor der Kirche im Dorf, tranken dort schon ein bis drei Aufwärmpils und zogen dann gemächlich zur Bezirkssportanlage, wo dort auch gleich die neuen Fahnen präsentiert wurden.

In der ersten Hälfte vor ca. 150 Zuschauern war Stockum die klar bessere Mannschaft und spielte die Hattinger in Grund und Boden. nach 11. Minuten stand es bereits 2:0 für den TuS und nach 34. Minuten schien die Sache gegessen, nachdem Martin Szukalski das 4:0 erzielte. Der FSV mühte sich derweil gegen Gevelsberg ab und kam über ein 0:0 nich hinaus. Zur Halbzeit war der TuS also Landesligist.

Was aber nun in der 2. Hälfte passierte spottete jeder Beschreibung! Nachdem Hattingen den scheinbaren Ehrentreffer zum 1:4 erzielte, stellte unsere Mannschaft komplett den Betrieb ein und Hattingen erzielte Tor um Tor. Nach 69 gespielten Minuten dann der Schock. Gegen die mittlerweile völlig neben sich stehende Stockumer Abwehr konnte Hattingen tatsächlich den 4:4-Ausgleich erzielen.

Plötzlich herrschte Totenstille auf der Anlage. Wie kann so etwas passieren???

Doch (Gott sei Dank) raffte sich die Mannschaft im rechten Augenblick wieder auf und konnte fast im Gegenzug das 5:4 durch Vladimir Vastic erzielt werden. Und nur 5 Minuten später erzielte der Stockumer Top-Torjäger Bülent Duman das 6:4. Erleichterung machte sich unter den Anwesenden breit.

Zu früh gefreut!

Wiederum 5 Minuten später kam Hattingen noch mal auf 6:5 (!) ran, dezimierte sich aber Augenblicke später durch einen Platzverweis selbst und hatte nur noch eine Möglichkeit den erneuten Ausgleich zu erzielen. So blieb es also bei diesem irren Resultat.

Die wahre Dramatik sollte allerdings nach Spielende von statten gehen. Als in Stockum abgepfiffen wurde, stand es ein paar Kilometer weiter südlich immer noch 0:0. Im Wullenstadion waren allerdings noch ein paar Minuten zu spielen.Plötzlich wieder Totenstille auf der Anlage. Jeder versuchte ein Ohr an irgendein Handy zu bringen, welches sich grad im Wullenstadion befand.

Plötzlich ein Aufschrei und entsetzte Gesichter! Was war passiert? Da ich selbst nich dabei war, möchte ich an dieser die WAZ zitieren: "Das dickste Ding aber leistete sich Kai Drechsel:
Nach einer Yilmaz-Ecke in der 90. Minute zog Daniel Osinski volley ab. Der Ball trudelte schon in Richtung langes Eck, doch Drechsel
- kurz vor der Torlinie stehend - köpfte den Ball über die Latte. Unfassbar."

Nun vergingen noch endlose Sekunden, doch dann kam die erlösende Nachricht aus dem Handylautsprechern: ENDE! 0:0! Stockum ist nach 29 Jahren wieder Landesligist!

Grenzenlose Jubelszenen spielten sich in den folgenden Minuten auf dem Platz und der gesamten Anlage ab. Alles lag sich in den Armen. Einfach nur geil!

Überall sah man Kopfschüttelnde Menschen, häufigste Aussagen waren: "Meine Fresse!", "Ich bin heut 10 Jahre gealtert!" und (ganz wichtig) "Ich brauch jetzt erstmal Bier!"

Wir brannten zur Feier des Tages noch "etwas" Pyrotechnik ab, bevor wir uns alle gemeinsam dem Freibier hingaben und uns auf das Landesliga-Derby gegen Heven freuten (HAHAHA) . Gegen Abend torkelte man noch in die Sportlerklause wo ich den Abend irgendwann auch ausklingen ließ. Nach gründlicher Inspektion des Stockumer Asphalts, kam ich dann auch irgendwann zu Hause an.

Die Sportteile der örtlichen Presse sollten am Tag danach vom "Stockumer Wahnsinn", vom "Wunder von Stockum" oder wahlweise auch von "Wittener Sportgeschichte" berichten.

Wer dabei war, wird diesen 01.Juni 2008 wohl nie vergessen!

9.12.08 19:23
 


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